Am Dienstag, 3. März 2026, wurden die Feuerwehren Leonberg und Gerlingen
um 14.20 Uhr zu einem Brandeinsatz im Engelbergtunnel alarmiert. Beim Eintreffen der
ersten Einsatzkräfte stand ein Auflieger eines LKWs in der Weströhre in Fahrtrichtung
Stuttgart in Vollbrand.
Die Autobahn 81 wurde automatisch mit dem auslösen der Brandmeldeanlage in beide
Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Umgehend wurde aufgrund der bestätigten Lage die
Alarmstufe erhöht und weitere Kräfte umliegender Feuerwehren sowie anderer
Hilfsorganisationen in den Einsatz entsendet. Der LKW-Auflieger war mit Kühlschränken beladen. Aufgrund der Brandentwicklung sowie starken Rauchentwicklung kam es zu einer erheblichen Gefährdung der Verkehrsteilnehmenden im Tunnel, weshalb ein schnelles Eingreifen der Feuerwehr
notwendig war und auch zielgerichtet erfolgte. Konkret leitete die Feuerwehr umfangreiche
Löschmaßnahmen sowie die Evakuierung der Tunnelröhren ein. Insgesamt wurden unter
anderem mehrere Löschrohre eingesetzt. Zu Spitzenzeiten waren 28 Löschfahrzeuge und 170
Feuerwehrkräfte an den beiden Tunnelportalen Nord und Süd eingesetzt. Zur Entrauchung
kam zusätzlich auch ein Großlüfter zum Einsatz.
Bereits um 15.03 Uhr konnte eine rückläufige Rauchentwicklung festgestellt werden, die
Löschmaßnahmen zeigten Wirkung. Das Feuer war gegen 15.20 Uhr unter Kontrolle und
schließlich gelöscht. Im Anschluss wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten und
Kühlmaßnahmen durchgeführt, die noch einige Zeit in Anspruch genommen haben. Durch den Rettungsdienst, der ebenfalls mit einer Großzahl an Kräften im Einsatz war, wurden 35 Personen als betroffen registriert. Davon wurden zwei Personen mit Rauchgasvergiftungen sowie kleineren
Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die betroffenen 33 Personen mussten
nach ärztlicher Sichtung nicht weiter behandelt werden.
Die medizinische Versorgung erfolgte durch den haupt- und ehrenamtlichen Rettungs- und
Sanitätsdienst sämtlicher Hilfsorganisationen mit rund 100 Einsatzkräften an beiden Portalen. Zur Bergung der Beladung sowie zur Unterstützung der Bergung des ausgebrannten Lkw
Aufliegers wurde das Technische Hilfswerk hinzugezogen und war mit rund 30 Kräften im
Einsatz. Hier kamen auch ein Radlader sowie Wechselladerfahrzeuge zum Einsatz. Die Weströhre wurde durch den Brand erheblich beschädigt. Die Weströhre bleibt mindestens bei Anfang April gesperrt. Die Röhre Richtung Heilbronn konnte am Mittwochmorgen gegen 5:00 Uhr wieder geöffnet werden. (Stadt Leonberg)



















