Sindelfingen-Darmsheim: Großübung am Darmsheimer Tunnel

Rund 130 Beteiligte haben am Samstag, den 10. Oktober 2026,
bei einer Großübung im Darmsheimer Tunnel den Ernstfall
geprobt. Im Mittelpunkt standen die Menschenrettung und
Brandbekämpfung sowie das Zusammenspiel der
verschiedenen Einsatzkräfte und Organisationen.
Angenommen wurde der Brand eines Pkw innerhalb der
Tunnelröhre. Mehrere Personen galten als vermisst und mussten von
den Einsatzkräften gesucht und gerettet werden. Neben der
Brandbekämpfung standen insbesondere die Menschenrettung
sowie die Kommunikation und Koordination zwischen den
verschiedenen Einsatzabschnitten im Mittelpunkt.

Auch Oberbürgermeister Markus Kleemann dankte im Anschluss an
die Tunnelübung allen Beteiligten für ihren Einsatz: „Nur in einer
sicheren Stadt fühlen sich die Menschen wohl. Daher danke ich den
vielen Einsatzkräften ganz herzlich, dass sie sich an einem Samstag
Zeit für eine solche Übung nehmen und sich zu großen Teilen
ehrenamtlich für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger
engagieren. Das ist keinesfalls selbstverständlich. Mein Dank gilt
ebenso allen, die diese wichtige Übung vorbereitet und organisiert
haben.“
Die Feuerwehr Sindelfingen war mit Kräften aus den
Einsatzabteilungen Sindelfingen, Maichingen und Darmsheim sowie
dem Hauptamt beteiligt. Gemeinsam mit der Straßenmeisterei des
Landkreises Böblingen, den beteiligten DRK-Ortsvereinen aus
Sindelfingen, Maichingen, Böblingen und Weil der Stadt sowie
weiteren Stellen wurde das gemeinsame Vorgehen bei einem
Brandereignis im Tunnel trainiert.
Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren unmittelbar in die
Tunnelübung eingebunden. Hinzu kamen rund 30 Einsatzkräfte der
DRK-Ortsvereine, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Straßenmeisterei und des Landratsamtes sowie weitere
Übungsbeteiligte und Gäste. Insgesamt nahmen rund 130 Personen
teil.

Die Einsatzkräfte arbeiteten von beiden Seiten des Tunnels aus. Für
die Einsatzorganisation wurden unter anderem getrennte Abschnitte
an den Portalen Sindelfingen und Grafenau eingerichtet. Gleichzeitig
blieb der Grundschutz für das Stadtgebiet Sindelfingen durch
zusätzliche Einsatzkräfte und Fahrzeuge sichergestellt.
Die Übung basierte bewusst auf einem zunächst begrenzten
Einsatzszenario. Die bestehenden Einsatzkonzepte ermöglichen
es, bei einer Ausweitung der Schadenslage schrittweise weitere
Kräfte und Einheiten hinzuzuziehen. Je nach Lage können dabei
auch zusätzliche Einheiten aus dem gesamten Landkreis
Böblingen eingebunden werden. „Solche Übungen zeigen uns,
wo die Zusammenarbeit bereits gut funktioniert und wo wir
Abläufe weiter verbessern können.“, erklärt Kreisbrandmeister
Martin Amler.
Auch die beteiligten DRK-Ortsvereine nutzten die Übung, um ihre
vorgesehenen Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu
trainieren und das Zusammenspiel mit den weiteren Einsatzkräften
zu erproben.
Abläufe unter realistischen Bedingungen überprüfen
Großübungen dieser Art werden bei Straßentunneln regelmäßig
durchgeführt. Sie dienen dazu, sowohl die sicherheitstechnischen
Einrichtungen des Tunnels als auch die Abläufe und die
Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen unter möglichst
realistischen Einsatzbedingungen zu überprüfen.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden in den kommenden Wochen
gemeinsam ausgewertet. Festgestellte Verbesserungspotenziale
sollen anschließend in die bestehenden Einsatzkonzepte, Abläufe
und weiteren Planungen einfließen.
Gerade bei Einsätzen in Tunnelanlagen ist entscheidend, dass
Menschenrettung, Brandbekämpfung, Führung und Kommunikation
auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig ineinandergreifen.
Die Planung und Durchführung der Großübung erfolgte in enger
Abstimmung zwischen der Straßenmeisterei des Landkreises
Böblingen als Betreiber des Darmsheimer Tunnels und dem Amt für
Feuerwehr und Bevölkerungsschutz der Stadt Sindelfingen. (FW Sifi)

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