Ein umfangreicher Gefahrstoffeinsatz hat am heutigen Nachmittag das Industriegebiet im Herrenberger Ortsteil Gültstein (Landkreis Böblingen) beschäftigt. Gegen 16:00 Uhr wurde die Feuerwehr Herrenberg zunächst aufgrund einer unklaren Geruchsbelästigung alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurden in einem chemieverarbeitenden Betrieb eine Rauchentwicklung sowie eine starke Geruchsbelästigung festgestellt.
Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass es in einem Behälter mit Epoxidharz zu einer chemischen Reaktion gekommen war. Dabei entstanden Hitze, Rauch und eine intensive Geruchsentwicklung. Aufgrund der zunächst unklaren Lage wurden zahlreiche weitere Einsatzkräfte sowie Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus dem Landkreis nachalarmiert.
Vorsorglich wurde ein Teil des Industriegebiets geräumt. Anwohnerinnen und Anwohner wurden über Warn-Apps aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten sowie Aufenthalte im Freien möglichst zu vermeiden.
Die Einsatzkräfte brachten den betroffenen Behälter ins Freie, kühlten ihn und setzten ihn anschließend in eine mit Wasser geflutete Großmulde um. Dadurch konnte die chemische Reaktion kontrolliert verlangsamt und der Behälter sicher überwacht werden.
Bei dem Einsatz wurde eine Person leicht verletzt und ambulant behandelt. Eine akute Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Einsatzleitung zu keinem Zeitpunkt.
Nach rund fünf Stunden konnten die umfangreichen Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen und Entwarnung gegeben werden. Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen und weiteren Behörden an dem Gefahrstoffeinsatz beteiligt.(red)




















